Mit der Familiengruppe 3.0 zur Oster-Olympiade und zum Grillen am Reuschwald

Trotz einer eher winterlichen Wettervorhersage ließen sich zahlreiche Familien nicht abschrecken: 24 Familien mit fast 50 Kindern trafen sich am vergangenen Sonntag zur diesjährigen Oster-Olympiade der Familiengruppe 3.0.
Vom Gemeindehaus in Bissingen ging es zu Fuß los, um dem kleinen Hasen Stups bei seinem Training zum „echten“ Osterhasen zu helfen. Auf dem Weg warteten verschiedene fröhliche und spannende Aufgaben auf die Kinder, bei denen Geschick, Teamgeist und natürlich jede Menge Spaß gefragt waren.
Während es beim Start noch bewölkt war, zeigte sich pünktlich am Ziel die Sonne und sorgte für beste Stimmung am Spielplatz beim Reuschwald. Dort wartete zur Belohnung eine kleine Überraschung auf die erfolgreichen Helfer von Hase Stups. Beim anschließenden Grillen, Spielen und gemütlichen Beisammensein konnten alle den gelungenen Ausflug entspannt ausklingen lassen. Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Ausflug am 26. April zum Walderlebnispfad an den Bürgerseen.

Herzlichen Dank an Familie Engelhard für die aufwändige Vorbereitung und alles was zu diesem besonderen Ausflug dazugehört.

Frühlingswanderung im Winterwonderland

Bei kühlen 2 Grad und Nebel haben sich am Sonntagmorgen zehn wetterresistente Wanderer und ein Hund zur Frühlingswanderung in Gutenberg in Richtung Donntal aufgemacht. Der Weg führte zunächst flach entlang des Donntalbachs im oberen Lenninger Tal, bevor der Anstieg Richtung Burgruine Sperberseck steiler wurde. Da unsere Stecke durch den Bannwald führte, wurde es teilweise sehr sportlich, es lagen etliche umgestürzte Bäume auf dem Weg. Weiter oben wurde der Nebel dichter, daher haben wir auf den Blick auf die Mauerreste der Burgruine verzichtet und sind direkt zum Burgbrunnen weitergewandert. Weiter ging es auf bequemen Wegen. Über eine verschneite Wiese und Waldwege erreichten wir den Römersteinturm bei Sonne und blauem Himmel.

Nach unserer Rast mit Vesper in der Schutzhütte bestiegen wir den Turm und wurden mit einem unerwarteten Weitblick, der leider nicht bis in die Alpen reichte, belohnt.

Auch beim Abstieg, der an den Fuchslöchern vorbei wieder ins Donntal führte, waren Wanderstöcke hilfreich. Der tauende Schnee machte den Weg teilweise rutschig. Der Weg durch den verwunschenen, der Natur überlassen Wald an einer der Lauterquellen entlang, hat uns dafür mehr als entschädigt. Unten angekommen machten wir noch einen Schwenk zu den Sinterterrassen am Donntalbach. Den letzten Schwenk machten wir in die Krone in Ochsenwang, wo wir im Warmen das leckere Essen in vollen Zügen genossen haben.

Fazit: Es war eine Frühlingswanderung mit ungewöhnlich hoher Schneedecke auf der Albhochfläche (Schneeschuhe wären angebracht gewesen), den unterschiedlichsten Wetterbedingungen und spannenden Pfaden auf die Alb!

Vielen Dank an Renate Schumacher, die auch bei suboptimalen Voraussetzungen mit uns diese Wanderung durchgeführt hat!

 

Schönstes Frühlingswetter bei der RollaTour im März

Wieder luden uns strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und früh blühende Bäume zum Spazierengehen ein. Passend zum Weltwasser-Tag am 22. März führte uns der Weg in Kirchheim ab der Kapelle am alten Friedhof auf einem asphaltierten Fuß- und Radweg an der Lindach entlang. Bei der Freihof-Schule bestaunten wir die Archimedische Schraube. Leider war niemand da, der sie bediente. Immer weiter ging es an der lustig vor sich hin plätschernden Lindach bis zum Hechtkopf. Dort fließen die Lindach aus dem Neidlinger Tal und die Lauter aus dem Lenninger Tal zusammen. Danach kommt ein altes Wehr und von da an war es nicht mehr weit bis zum Café Mayer in der Paradiesstraße. Leckere Kuchen standen für uns bereit. Gut gelaunt traten wir nach der Kaffeepause die Heimfahrt an. Kurt konnte uns sogar direkt vor dem Haus abholen.

Die nächste RollaTour startet zur gewohnten Zeit am 16. April am See.

 

Auf Rulamans Spuren

Zur Wanderung auf „Rulamans Spuren“ konnten sich trotz der nicht so vielversprechenden Wettervorhersage neun Wanderinnen und doch immerhin vier Wanderer aufmachen. Start der hochmotivierten Gruppe war am Wanderparkplatz Hohen Wittlingen, den trotz widersprüchlicher Anweisungen der Navigationssysteme auch alle Fahrer souverän fanden. Los ging es dann auch gleich mit dem Abstieg in die wildromantische Wolfsschlucht, welche trotz des Regens der vergangenen Tage noch einigermaßen sicher zu bewältigen war. Unter dem Eindruck der naturbelassenen und verwilderten Schlucht konnte man sich leicht vorstellen, wie der Autor David Friedrich Weinland 1878 zu seinem berühmten Jugendroman „Rulaman“ inspiriert wurde. Im Verlauf der Schlucht gaben dann auch unterschiedliche Informationstafeln Auskunft über die Besiedlung und Entwicklung des Ermstal. Angekommen im Tal ging es erstmal entlang der Bundestraße (der Wanderweg fiel einem Windbruch zum Opfer) nach Georgenau und von dort über die Erms zur anderen Talseite. Gut gelaunt mussten dann die ersten Höhenmeter zum Fischerbrunnen und Sirchinger Wasserfall bewältigt werden. Dort gab es vor dem nächsten Anstieg zur Ruine Blankenhorn eine kleine Pause, bei der im Brunnenteich Feuersalamander Larven beobachtet werden konnten. Von der Ruine Blankenhorn gings weiter bis zum Schlupffelsen und von dort abermals hinab ins Tal. Auf dem Weg durchs Biosphären Kerngebiet konnte eindrucksvoll die Auswirkung des Eschentriebsterbens beobachtet werden. Verursacht durch einen aus Asien eingeschleppten Pilz, dem wohl der überwiegende Teil unserer heimischen Eschen zum Opfer fallen wird. Wieder unten im Tal ging es abermals auf die andere Talseite und auch wieder bergan bis zum Rabenfels, wo unter der imposanten Gesteinsformation eine weitere Pause eingelegt wurde. Gestärkt machten wir uns auf halber Höhe auf den Weg zur Ruine Baldeck, welche selbstverständlich intensiv in Augenschein genommen wurde und einen beeindruckenden Ausblick ins Ermstal gewährt. Zur Burgruine Hohen Wittlingen ging es dann endlich „ebba omme“ und angekommen war die Besteigung des Turms dann Ehrensache. Beim Abstieg von der Burg schauten wir noch beim Wohnzimmer Rulamans, der Tulka Höhle (Schillerhöhle) vorbei, eine Begehung war allerdings zu dieser Jahreszeit wegen des Fledermausschutzes nicht möglich.
Alles in allem eine gelungene Wanderung bei nicht allerbestem Wetter, mit vielen Eindrücken und Informationen, welche mit der Schlusseinkehr einen verdienten Abschluss fand.

Vielen Dank an Helmut, der diese Tour organisiert und durchgeführt hat!

Alte Schule – Lehmhaus – Farrenstall

Für Bürgermeister Jens Fritz war es eine Premiere, Gabi Goebel ist schon seit über 20 Jahren bei der im zweijährigen Turnus stattfindenden Schnuppertour vorne dran dabei. Am vergangenen Sonntag fanden sich 33 NeubürgerInnen und Interessierte vor dem Rathaus ein, um sich über Gegenwärtiges und Vergangenes informieren zu lassen. Jens Fritz und Gabi Goebel spielten sich die Themen wie ein eingespieltes Team zu und so war für alle etwas geboten. Das Highlight der diesjährigen Tour war ganz sicher der Besuch in den denkmalgerecht renovierten Gasträumen im Lamm. Da wurden Erinnerungen an gesellige Treffen und viele Nachsitzungen des Gemeinderates wach, andere staunten einfach über diese gelungene Sanierung des gesamten Anwesens. Was sich hinter den Bezeichnungen „Alte Schule“, „Lehmhaus“, oder „Farrenstall“ verbirgt, wurde ebenso erläutert wie manche Neuigkeit aus dem Rathaus über den Stand der derzeitigen Entwicklungen Bissingens. Bürgermeister Fritz lud unterwegs herzlich zur Einweihung des neugestalteten Sportgeländes am 25. April ein und auch zu der alljährlich stattfindenden Hocketse der Bissinger Vereine rund um die Kelter. Der Rundgang fand einen gelungenen Abschluss im Bisstro der Bissinger Schule bei Kaffee und Kuchen.

Wir vom Schwäbischen Albverein bedanken uns ganz herzlich bei unserem Bürgermeister Jens Fritz und unserer „Stadtführerin“ Gabi Goebel für ihr Engagement bei dieser Schnuppertour.

Zwischen Altstadt und S-Bahn

Dieses Mal war es keine Delegation aus Kopenhagen, auch keine aus Frankreich. Es waren 22 interessierte Albvereinler, die der Kirchheimer Stadtplaner Gernot Pohl zur Führung im neuen Steingauquartier begrüßen durfte. Beim Gang durch das sehr interessante, lange geplante und gut durchdachte neue Stadtviertel gab es viel zu erzählen, viel zu fragen und viel zu sehen. Viele verschiedene, spannende Bauprojekte wurden hier verwirklicht. Das Ganze ergibt ein sehr stimmiges Bild, wohnen nahe der Altstadt und nah am Bahnhof. Menschen mit kleinem und großem Geldbeutel wohnen in einem Quartier zusammen. Viele Ideen gegen Vereinzelung und gegen die zunehmende Einsamkeit in unserer Gesellschaft wurden hier umgesetzt. Ein überaus spannender Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken, wie es keine der TeilnehmerInnen erwartet hätte.
Dies alles konnte man beim Abschluss im neuen Café Koselig mitten im Quartier nochmals Revue passieren lassen, natürlich bei leckerem Kaffee und Kuchen!

Vielen Dank an Heike, die diesen Ausflug organisiert und uns allen einen tollen Nachmittag beschert hat.

Eine kurzweilige Hauptversammlung mit einem „Mammutprogramm“

Bei der letzten Veranstaltung im Monat Februar stand ausnahmsweise nicht wandern auf dem Programm, die Ortsgruppe Bissingen-Nabern des Schwäbischen Albvereins lud zur Jahreshauptversammlung ein. Viele Mitglieder sind dieser Einladung gefolgt und erlebten eine kurzweilige, offene und familiäre Veranstaltung.

Carola Bazle, die Sprecherin des Vorstandsteams, freute sich über ein volles Haus, welches ja das Interesse am Verein bestätigt. Zu Beginn ihres Berichtes erinnerte Carola Bazle an die neun verstorbenen Mitglieder seit der letzten Hauptversammlung im Februar 2025. Die verstorbenen Mitglieder waren zwischen 20 und 76 Jahren Mitglied in der Ortsgruppe Bissingen-Nabern.

Carola Bazle berichtete von Themen, mit denen der Ausschuss immer wieder beschäftigt war. So auch das Thema Wege. Björn Haigis besuchte eine Fortbildung des Hauptvereins, bei der es um die Pflege der Wanderwege ging. Die Ortsgruppe hat inzwischen schon Wegepaten gefunden und möchte so das neue Wegekonzept zeitnah umsetzen. Die Veranstaltung „Kaffee und Kuchen to go am Sattelbogen“ fand in Kombination mit dem Familien-Aktionstag statt. Die Familiengruppe 3.0 hat dazu eine Familienwanderung mit Kugelspaß zum Sattelbogen angeboten. Gemeinsam mit vielen Gästen konnte man das Kuchenbuffet unter freiem Himmel bei bestem Wetter genießen. Bei der Kelterhocketse am ersten Septemberwochenende ist man mittlerweile ein eingespieltes Team, ungefähr fünfzig HelferInnen unterstützen diese Traditionsveranstaltung. Kräftig aufgelesen und gepresst wurde bei der Apfelsaftaktion in Kooperation mit den Bissinger Kindergärten. Selbstverständlich gehörten die Ochsenwanger dazu. Über eine besondere Anfrage freuten sich die Wanderfreunde. Der SWR hatte sich bei Renate Steegmaier gemeldet und so wurden wir Teil der Landesschau. Zwei Wanderführerinnen der Ortsgruppe haben sich letztes Jahr zur zertifizierten Wanderführerin ausbilden lassen. Mit der angebotenen sportlichen Viertageswanderung auf dem Albsteig im Schwarzwald konnten Sylvia Rauch und Andrée Pillon-Watterott ihr Erlerntes erfolgreich in der Praxis anwenden.

Auch im neuen Wanderjahr unterstützt die Ortsgruppe die Fortbildung der Wanderführer. Zwei Papas der Familiengruppe 3.0 werden an einem Lehrgang zum naturpädagogischen Kindergruppenleiter teilnehmen, für die WanderführerInnen der Ortsgruppe wird ein 1. Hilfe Outdoorkurs angeboten.

So positiv wie der Bericht von Carola Bazle war auch der Bericht der Rechnerin Ulrike Baur. Seit einem Jahr im Amt und alles in bester Ordnung. So stand einer Entlastung durch die Kassenprüfer nichts im Wege. Renate Steegmaier als Leiterin der Geschäftsstelle berichtete von den „üblichen“ Arbeiten eines Sekretariats, welches das „Blättle schreiben“ einen großen Stellenwert einnimmt. In ihrer Funktion als Wanderwartin gab es Zahlen und Fakten: 2025 waren 1.300 Personen (darunter 162 Kinder) zwischen U3 und Ü90, bei insgesamt 100 Wanderungen und Ausflügen unterwegs. Der herzliche Dank an die 36 WanderführerInnen, die insgesamt über 800 Stunden in die Planung, Organisation und Durchführung investiert haben, ist selbstredend. Bei so viel Engagement ist es nicht verwunderlich, dass bei der Ortsgruppe die Mitgliederzahl konstant bleibt, so der Mitgliederbeauftragte Edwin Angeli. Kornelia Waimer von der Gruppe Stürmischer Herbst berichtete ebenso wie Gabi Goebel von der Gruppe RollaTour von der Begeisterung der TeilnehmerInnen, welche die Angebote für die Älteren gerne annehmen. Die Gruppe Wandertraining ist nach wie vor wöchentlich unterwegs, so die Leiterin Ingrid Dochow. Tatjana Spaeth, Internetfachwartin im Verein, brauchte nicht viel über ihre Arbeit erzählen, die mediale Unterstützung während der Versammlung erklärte Vieles. Miriam Oesterle, Familienfachwartin – ein sperriger Name für eine quirlige Gruppe – gab einen kurzen Einblick in die Familiengruppe 3.0. Vom „extra gecharterten öffentlichen Bus“ nach Ochsenwang zum Drachensteigen lassen, einer Ostereiwanderung und noch vielen weiteren Wanderungen berichtete Miriam Oesterle in begeisterter Weise. Dass das nicht von ungefähr kam, zeigte das Kurzvideo von der Rathauseinweihung 2003 mit einem Rathausrap. Schon damals war Miri in der Kindergruppe Albfüchse aktiv!

Der nächste Programmpunkt Wahlen wurde schnell abgehandelt, folgende Ämter standen zur Wahl: Wahl des Vorstandsteams, Carola Bazle, Anne Link und Björn Haigis wurden als Vorstandsteam wieder gewählt, ebenso Anne Link als Schriftführerin, Renate Steegmaier als Wanderwartin und Leiterin der Geschäftsstelle, Miriam Oesterle als Familienwartin, Sigrun Schmid und Katja Gall als Beisitzerinnen im Ausschuss und Margret Schäfer-Fiala als Kassenprüferin. Kassenprüfer Björn-Oliver Wirth gab sein Amt nach 12 Jahren ab, David Kirchner aus der Familiengruppe 3.0 stellte sich zur Wahl und wurde von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Für ihre achtjährige Zeit als Beisitzerin im Ausschuss wurde Ingrid Dochow mit einem frühlingshaften Blumengruß verabschiedet.

Insgesamt 26 Jubilare standen auf der Ehrungsliste, 11 Jubilaren konnten Carola Bazle und Anne Link die Urkunden mit Jubiläumsnadeln und den persönlichen Geschenken am Abend überreichen. Die Vereinszugehörigkeit reicht von 25 bis 70 Jahren.

Nach einer kleinen Verschnaufpause konnte man in der „Diashow“ mit eigenen Augen sehen, was die vielen Ehrenamtlichen im Wanderjahr 2025 alles geleistet haben. Wunderschöne Ausflüge, Wanderungen und Veranstaltungen und das alles bestens zusammengestellt von unserer Internetfachwartin Tatjana Spaeth.

Die Hauptversammlung war alles andere als eine „trockene Veranstaltung“ mit Berichten und Zahlen, es war ein fröhlicher und ungezwungener Abend der Albvereinsfamilie.

Kaiserwetter bei der RollaTour im Februar

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und gut gelaunte und zum Spazierengehen motivierte TeilnehmerInnen – so stellt frau sich das vor, wenn sie eine Tour vorbereitet. Noch besser geht es eigentlich nicht. Der Ausflug nach Aichelberg war wunderschön. Der Bus brachte uns den Berg hinauf zum oberen Ende der alten Steige. Belohnt wurden wir mit einem weiten Blick ins Land. Dann ging es nur noch bergab, die Rollatoren brauchten gute Bremsen. Vorbei an der im Jahr 1883 anlässlich des 400. Geburtstags von Martin Luther gepflanzten Eiche und einer Gruhbank ging es zum Einkehrschwung im Café Mayer zu Kaffee und Kuchen. Gesungen haben wir leider nicht, aber das machen wir vielleicht beim nächsten Mal.

Bitte beachten: die nächste RollaTour startet am Donnerstag, 19. März, 14 Uhr, am See

Alb-Panorama, Lagerfeuer und edle Rösser

Unser Ausflug nach Gomadingen war eine perfekte Kombination aus winterlicher Natur, gemütlicher Gemeinschaft und faszinierenden Einblicken in die regionale Tradition. Trotz einiger krankheitsbedingter Absagen starteten wir als motivierte Sechser-Gruppe in einen herrlichen Tag.

Vormittag: Gipfelglück auf dem „hochgehsprudelt“

Vom Wanderparkplatz Braikestal aus nahmen wir den zertifizierten Premiumwanderweg „hochgehsprudelt“ in Angriff. Die rund 9,5 Kilometerlange Strecke führte uns durch die typische Landschaft der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden und Waldwegen. Die 270 Höhenmeter meisterten wir mit Bravour, und die Belohnung folgte auf dem Gipfel: Vom Sternbergturm aus hatten wir eine so klare Aussicht, dass uns das Panorama förmlich zu Füßen lag.

Winterliche Mittagspause am Feuer

Bei unserer Mittagspause am Wanderheim Sternberg wartete ein besonderes Highlight auf uns. Dort wird im Winter ein Lagerfeuer für die Wanderer befeuert – eine wirklich nette Idee! Während manche draußen Würstchen oder Äpfel grillten bzw. brieten, war es für andere drinnen bei einer Gulaschsuppe angenehmer. Mit anderen Worten: Es war für alle etwas dabei.

Beim Abstieg zum Wanderparkplatz musste man stellenweise vorsichtig sein, da es zwischendurch doch etwas rutschig war.

Nachmittag: Zu Gast im Haupt- und Landesgestüt Marbach

Nach einer fünfminütigen Fahrt kamen wir am Haupt- und Landesgestüt Marbach an. Dort stießen zwei weitere Teilnehmer/-innen zu uns.

Gemeinsam besuchten wir das Gestüt, wo uns eine äußerst versierte Führerin erwartete. Mit ihrer begeisternden Art machte sie den Rundgang selbst für diejenigen zu einem Erlebnis, die bisher weniger Berührungspunkte mit Pferden hatten.

Von edlen Arabern und Schwarzwälder Charme

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt der Rassen: Von den eleganten Arabern über die traditionsreichen Altwürttemberger bis hin zu den Schwarzwälder Kaltblütern, die mit ihren kräftigen Staturen und ihren prachtvollen, hellen Mähnen alle Blicke auf sich zogen. Zu erfahren, mit wie viel Erfolg das Gestüt manche zum Teil vom Aussterben bedrohten Rassen rettet, gab dem Besuch eine ganz besondere Tiefe.

Fazit

Ob der weite Blick vom Turm, das wärmende Lagerfeuer oder das Schnauben der Pferde – dieser Tag bot alles, was das Herz begehrt. Ein herzliches Dankeschön an Sylvia für die tolle Vorbereitung, und an alle, die dabei waren! Den Daheimgebliebenen wünschen wir gute Besserung.

 

Spannendes und nachdenkliches beim Ausflug „Villa Lindenhof“

Bei winterlichen Temperaturen machten sich am vergangenen Sonntag zwölf Interessierte auf, um den „Ort der Sommerfrische vor den Toren Ulms“ zu erkunden.

Herrlingen, ein Ortsteil von Blaustein und heute eher ein „bescheidenes Örtchen“, war für so manchen Industriellen um ca. 1900 der ideale Ort, seinen Sommersitz dorthin zu verlegen. So auch der Industrielle Max Robert Wieland. Wieland beauftragte den bekannten Architekten Richard Riemerschmid aus München, ein „Ferienhaus“ im beschaulichen Herrlingen zu bauen. Ganz nach den Wünschen des Bauherrn wurde die Villa Lindenhof mit einem großen Park zum Lustwandeln, einem Torhaus, einer Kegelbahn und vielen weiteren Details erbaut. Und da Max Wieland wohl eine empfindliche Nase hatte, gab es für die Küche einen extra Anbau. Das Innere der Villa ließ das Herz der TeilnehmerInnen höher schlagen. Der noch zum Teil original erhaltene Linoleumboden, die Steinsäulen, die hölzernen Decken, die handschmeichelnden Handläufe – alles handwerkliche Meisterleistungen. Doch nicht nur Industrielle ließen sich in Herrlingen nieder, auch einige sozial engagierte Frauen und Männer fanden in Herrlingen ein vorübergehendes Zuhause. Anna Essinger, eine Reformpädagogin, gründete 1926 ein Landschulheim, Claire Weimersheimer ein Kinderheim für verhaltensgestörte und schwer erziehbare Kinder und die jüdische Käthe Humburg gründete das Waldheim ebenfalls als Kinderheim. Ein Novum in der damaligen Zeit, leider ging es mit Beginn der Naziherrschaft in eine andere Richtung. Flucht und Tod bestimmte von nun an das Leben im Ort der Sommerfrische. Im Gebäude der ehemaligen Kegelbahn ist heute das Museum Lebenslinien untergebracht. Es zeigt die Biografien, das Leben und das Wirken der zehn Persönlichkeiten von Herrlingen. Auch Erwin Rommel, der mit seiner Familie für ein paar Jahre in Herrlingen lebte, ist unter den 10 Persönlichkeiten.

Die kleine Wanderung im Anschluss an die beiden Führungen war genau richtig, um das Gehörte und Gesehene zu verarbeiten. Mit einem kurzen Blick in die St. Andreas Kirche verabschiedeten wir uns von Herrlingen und genossen in Lautern im Lamm das leckere Essen.