Kein Schatz im Goldloch, keine Edelforellen und kein Elefant weit und breit

Das Aquädukt bei Schlattstall, ein Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst, ist nicht zu übersehen. Den direkten Blick in den „Elefantentrog“ war für alle TeilnehmerInnen jedoch eine Premiere. Nicht schlecht staunte man, wie das Wasser der weißen Lauter vom Lauterursprung in Gutenberg über Sinterterrassen, ein Wehr, einen Kanal letztendlich in den „Trog“ floss. Optisch sah es sogar so aus, als ob das Wasser den Berg „hinauf fließt“. In der „Stadt ohne Sonne“ ist zwar „ein halbes Jahr Winter und ein halbes Jahr Schatten“, interessante Geschichten und Plätze erhellen den Lenninger Teilort! Geheime Gespräche nach Kriegsende über die Aufteilung des Südweststaates wurden im Gasthaus Hirsch geführt und die Schlattstaller stimmten 1971 freiwillig einer Fusion mit der Gemeinde Oberlenningen zu. Vielleicht erleichterte die Fusionsprämie von einer Million DM diese Entscheidung. Goldgräberstimmung herrschte vor 200 Jahren im Goldloch, Gold wurde keines gefunden, nur die schwarze Lauter entspringt „aus diesem Loch“. Doch nicht nur am Goldloch und an der Lauterquelle sprudelt es, mit Quellen ist das kleine Dorf reichlich gesegnet. Die einstigen Forellenteiche liegen dagegen auf dem Trockenen.

Mit dieser abwechslungsreichen Wanderung mit Highlights der besonderen Art ist man bestens in das Wanderjahr 2026 gestartet. Herzlichen Dank an unseren Guide Lothar, der wie immer die Gruppe souverän führte. Danke an Renate für die Auswahl des besonderen Zieles sowie die zeitaufwändigen Recherchen.

Weiter geht es mit der nächsten Wanderung mit Museumsbesuch in der Villa Lindenhof in Herrlingen am 01. Februar 2026.