Mit einer fröhlichen Gruppe von 11 Teilnehmerinnen und einem Teilnehmer machten wir uns am Morgen pünktlich von Bissingen aus auf den Weg. Um 9:20 Uhr starteten wir wie geplant in Hohenstaufen zu unserer Tour – und das bei absolut idealen Bedingungen: Die Sonne schien, und es war angenehm mild, aber nicht zu heiß. Das perfekte Wanderwetter war eine wohlverdiente Entschädigung, nachdem wir diese Tour zuvor leider schon zweimal wetterbedingt absagen mussten.
Am Vorabend war noch eine Umplanung nötig: Die eigentlich eingeplante Spielburg ist seit letztem Montag aufgrund eines Felsrisses und drohendem Felssturz wegen Lebensgefahr komplett gesperrt. Dank der kurzfristigen Anpassung der Strecke ging es stattdessen vorbei an der Barbarossa-Kirche. Auch wenn diese derzeit leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bewunderten wir das historische Gemäuer von außen, insbesondere die Wappen der staufischen Herrschaftsgebiete, bevor es steil hinauf zur Burgruine auf dem 684 Meter hohen Hohenstaufen ging.
Oben angekommen machten wir wie geplant unsere kurze „Bananenpause“. Bei bester Fernsicht bewunderten wir nicht nur das atemberaubende Panorama über die Schwäbische Alb, sondern auch die sitzende Frauenskulptur „die Bronze-Dame“.
Danach setzten wir unsere Wanderung fort: Der Weg führte uns entspannt am Obstlehrpfad entlang und durch schattige Waldabschnitte weiter in Richtung Burg Hohenrechberg. Durch die geänderte Streckenführung trafen wir etwa eine Stunde früher als ursprünglich kalkuliert am Ziel ein. Für die junge Mannschaft in der Burgschänke war die verfrühte Ankunft jedoch überhaupt kein Problem – wir wurden bestens empfangen und hatten reichlich Zeit für ein leckeres Mittagessen in geselliger Runde.
Gut gestärkt erkundeten wir im Anschluss die Burg Hohenrechberg. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Anlage laufend restauriert wird und welche Geschichte in den alten Mauern steckt. Von der oberen Terrasse bot sich uns ein fantastischer 360°-Rundumblick auf die wunderschöne Landschaft.
Nach der ausgiebigen Pause stiegen wir weiter hoch hinauf auf den 708 Meter hohen Rechberg. Über den schön gestalteten Kreuzweg gelangten wir zur Wallfahrtskirche St. Maria und zum Kriegerdenkmal. Die Kulisse oben auf dem Gipfel nutzten wir sogleich für unser gemeinsames Gruppenfoto mit dem Fotorahmen.
Der Abstieg führte uns über den Rittersteig hinab nach Rechberg – ein schmaler, steiler Waldweg, genau so, wie wir Wanderer es lieben! Auf dem weiteren Weg zwischen dem Mühleisenhof und Ottenbach bot sich uns noch ein echtes Highlight: Von dort aus hatten wir einen genialen Blick zurück und konnten tatsächlich fast die gesamte Wegstrecke übersehen, die wir bis dahin schon hinter uns gebracht hatten. Schließlich ging es durch Ottenbach wieder hinauf zum Ausgangspunkt am Parkplatz in Hohenstaufen. Einziger kleiner Wermutstropfen der Gesamtroute war der stellenweise doch recht hohe Asphaltanteil.
Das harmonische Miteinander und die großartige Stimmung in der Gruppe haben den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ein rundum gelungener Wandertag, der bewiesen hat, dass sich das Warten nach den zwei Absagen definitiv gelohnt hat! Nun hoffen wir, dass die Spielburg 2027 wieder sicher zugänglich ist und wir dieses Highlight bei einer unserer nächsten Wanderungen doch noch nachholen können.
Andrée Pillon-Watterott
Vielen Dank an unsere Andrée für die Vorbereitung und Durchführung dieser gelungenen Wanderung.
