Alb-Panorama, Lagerfeuer und edle Rösser

Unser Ausflug nach Gomadingen war eine perfekte Kombination aus winterlicher Natur, gemütlicher Gemeinschaft und faszinierenden Einblicken in die regionale Tradition. Trotz einiger krankheitsbedingter Absagen starteten wir als motivierte Sechser-Gruppe in einen herrlichen Tag.

Vormittag: Gipfelglück auf dem „hochgehsprudelt“

Vom Wanderparkplatz Braikestal aus nahmen wir den zertifizierten Premiumwanderweg „hochgehsprudelt“ in Angriff. Die rund 9,5 Kilometerlange Strecke führte uns durch die typische Landschaft der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden und Waldwegen. Die 270 Höhenmeter meisterten wir mit Bravour, und die Belohnung folgte auf dem Gipfel: Vom Sternbergturm aus hatten wir eine so klare Aussicht, dass uns das Panorama förmlich zu Füßen lag.

Winterliche Mittagspause am Feuer

Bei unserer Mittagspause am Wanderheim Sternberg wartete ein besonderes Highlight auf uns. Dort wird im Winter ein Lagerfeuer für die Wanderer befeuert – eine wirklich nette Idee! Während manche draußen Würstchen oder Äpfel grillten bzw. brieten, war es für andere drinnen bei einer Gulaschsuppe angenehmer. Mit anderen Worten: Es war für alle etwas dabei.

Beim Abstieg zum Wanderparkplatz musste man stellenweise vorsichtig sein, da es zwischendurch doch etwas rutschig war.

Nachmittag: Zu Gast im Haupt- und Landesgestüt Marbach

Nach einer fünfminütigen Fahrt kamen wir am Haupt- und Landesgestüt Marbach an. Dort stießen zwei weitere Teilnehmer/-innen zu uns.

Gemeinsam besuchten wir das Gestüt, wo uns eine äußerst versierte Führerin erwartete. Mit ihrer begeisternden Art machte sie den Rundgang selbst für diejenigen zu einem Erlebnis, die bisher weniger Berührungspunkte mit Pferden hatten.

Von edlen Arabern und Schwarzwälder Charme

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt der Rassen: Von den eleganten Arabern über die traditionsreichen Altwürttemberger bis hin zu den Schwarzwälder Kaltblütern, die mit ihren kräftigen Staturen und ihren prachtvollen, hellen Mähnen alle Blicke auf sich zogen. Zu erfahren, mit wie viel Erfolg das Gestüt manche zum Teil vom Aussterben bedrohten Rassen rettet, gab dem Besuch eine ganz besondere Tiefe.

Fazit

Ob der weite Blick vom Turm, das wärmende Lagerfeuer oder das Schnauben der Pferde – dieser Tag bot alles, was das Herz begehrt. Ein herzliches Dankeschön an Sylvia für die tolle Vorbereitung, und an alle, die dabei waren! Den Daheimgebliebenen wünschen wir gute Besserung.

 

Spannendes und nachdenkliches beim Ausflug „Villa Lindenhof“

Bei winterlichen Temperaturen machten sich am vergangenen Sonntag zwölf Interessierte auf, um den „Ort der Sommerfrische vor den Toren Ulms“ zu erkunden.

Herrlingen, ein Ortsteil von Blaustein und heute eher ein „bescheidenes Örtchen“, war für so manchen Industriellen um ca. 1900 der ideale Ort, seinen Sommersitz dorthin zu verlegen. So auch der Industrielle Max Robert Wieland. Wieland beauftragte den bekannten Architekten Richard Riemerschmid aus München, ein „Ferienhaus“ im beschaulichen Herrlingen zu bauen. Ganz nach den Wünschen des Bauherrn wurde die Villa Lindenhof mit einem großen Park zum Lustwandeln, einem Torhaus, einer Kegelbahn und vielen weiteren Details erbaut. Und da Max Wieland wohl eine empfindliche Nase hatte, gab es für die Küche einen extra Anbau. Das Innere der Villa ließ das Herz der TeilnehmerInnen höher schlagen. Der noch zum Teil original erhaltene Linoleumboden, die Steinsäulen, die hölzernen Decken, die handschmeichelnden Handläufe – alles handwerkliche Meisterleistungen. Doch nicht nur Industrielle ließen sich in Herrlingen nieder, auch einige sozial engagierte Frauen und Männer fanden in Herrlingen ein vorübergehendes Zuhause. Anna Essinger, eine Reformpädagogin, gründete 1926 ein Landschulheim, Claire Weimersheimer ein Kinderheim für verhaltensgestörte und schwer erziehbare Kinder und die jüdische Käthe Humburg gründete das Waldheim ebenfalls als Kinderheim. Ein Novum in der damaligen Zeit, leider ging es mit Beginn der Naziherrschaft in eine andere Richtung. Flucht und Tod bestimmte von nun an das Leben im Ort der Sommerfrische. Im Gebäude der ehemaligen Kegelbahn ist heute das Museum Lebenslinien untergebracht. Es zeigt die Biografien, das Leben und das Wirken der zehn Persönlichkeiten von Herrlingen. Auch Erwin Rommel, der mit seiner Familie für ein paar Jahre in Herrlingen lebte, ist unter den 10 Persönlichkeiten.

Die kleine Wanderung im Anschluss an die beiden Führungen war genau richtig, um das Gehörte und Gesehene zu verarbeiten. Mit einem kurzen Blick in die St. Andreas Kirche verabschiedeten wir uns von Herrlingen und genossen in Lautern im Lamm das leckere Essen.

RollaTour im Januar

„Bei so einem Wetter jagt man eigentlich keinen Hund vor die Tür“, dieser Gedanke war am letzten Donnerstag im Januar sehr präsent. Schnee- und Eisreste am Straßenrand und von oben gab es erneut Schnee, Regen und Nebel. Aber: der Termin steht, die Tische im Café sind reserviert und der Bus samt Fahrer steht bereit – wir machen das Beste daraus. Weitsichtig wurde das Lokal – Ochsenbeck in Owen – so ausgesucht, dass der Bus direkt vor dem Haus anhalten und uns aus- bzw wieder einsteigen lassen kann – den Spaziergang verschieben wir einfach. Die zwanzig TeilnehmerInnen der Ausfahrt genossen Torten, Kuchen, Kaffee und die angenehme Atmosphäre im Café. Schnell ging der Nachmittag vorüber und Kurt brachte uns wieder sicher nach Hause (immerhin, kleine Spaziergänge zur und von der Bushaltestelle haben wir gemacht).

Der Termin der nächsten Ausfahrt steht bereits fest: Donnerstag, 26. Februar, 14 Uhr – wir freuen uns!

Ein Winterausflug mit vielen Abenteuern

Am vergangenen Sonntag traf sich die Familiengruppe 3.0 zu einer Wanderung in Ochsenwang. Nachdem uns der Schnee für die ursprünglich geplante Schlittenfahrt fehlte, machten wir uns auf eine Erkundungstour rund um den Rauber. Vom Parkplatz aus ging es zunächst zur Diepoldsburg und über den steilen, steinigen Abenteuerweg weiter zum Rauber. Unterwegs gab es viele steile Stücke zu überwinden, die teilweise nur sitzend zu bewältigen waren. Am Rauber angekommen, hatten sich die großen und kleinen Wandersleute erst einmal eine Stärkung verdient. Schnell wurden die großen Laubhaufen, die noch vom Herbst dort lagen, als tolle Spielgelegenheit entdeckt. Weiter führte unsere Wanderung auf dem normalen Wanderweg zurück Richtung Diepoldsburg, wo wir nach kurzer Strecke schon eine Höhle entdecken konnten. Mit Taschenlampen ausgestattet gab es kein Halten mehr und die Höhle wurde im Nu beklettert und erkundet. Toll, dass alle Kinder sich bis ganz nach oben in der dunklen Höhle getraut haben!
Unser Weg führte uns weiter hinunter zur Raubersteig und zurück zum Engelhof. Dort kamen wir gerade rechtzeitig und konnten miterleben, wie die Alpakas gefüttert wurden. Ein letzter Abenteuerweg ließ alle ganz vergessen, dass der Weg zum Parkplatz zurück nochmal eine ordentliche Steigung mit sich brachte und so kamen alle durchgefroren, aber mit tollen Erinnerungen im Herzen, wohlbehalten am Auto an.

Ausstellungsbesuch in der Kreuzkirche Nürtingen

Es ist bereits Tradition, dass Renate Steegmaier gleich zu Jahresbeginn Kunstinteressierte einlädt. Der Titel der diesjährigen Ausstellung: „Heather Fazzino, Ulrike Langen und Christo – im spannungsvollen Dialog zwischen Struktur und Fläche, Urbanität und Emotion – eine Ausstellung über Transformation und Perspektive“ hat leider nur wenig Anklang bei den Bissingern gefunden. Dabei war es ein spannender Einblick in das Schaffen von KünsterlerInnen unterschiedlicher Generationen: Christo, Jahrgang 1934, Ulrike Langen, Jahrgang 1975 (?) und Heather Fazzino, Jahrgang 1990. Außer „Christo“ – hier fehlt übrigens der Name seiner Frau Jeanne-Claude, die wesentlich zum Erfolg des Künstlerpaares beigetragen hat – sind die Künstlerinnen wahrscheinlich nur in Fachkreisen ein Begriff. Unsere Führerin gehört zu den Kunstexperten und konnte uns Vieles zu den Biographien und den verschiedenen Mal- und Gestaltungstechniken erklären. Heutzutage werden immer häufiger auch Computer und moderne Materialien (Epoxidharz z. B.) in sehr aufwendigen Arbeitsprozessen eingesetzt. Beim einfachen Betrachten der Bilder ist das nicht ohne Weiteres erkennbar. Die Werke von Christo sind vermutlich (fast) allen ein Begriff. Bilder, u.a. von der Verhüllung des Reichstages in Berlin 1995, der 37-km langen Strecke mit orangefarbenen Fahnen durch den Central Park in New York und die Verhüllung des Triumphbogens in Paris 2022 – dazu die Erklärungen der Führerin zu den manchmal jahrzehntelangen Vorbereitungen, brachten uns die Künstler Christo und Jeanne-Claude sehr nahe. Als besonderes Schmankerl hatte die Führerin sogar ein Stück des Stoffes von der Aktion in Paris dabei. Alle BesucherInnen der Ausstellung dürfen sich Gedanken über ein Objekt machen (nicht von Christo), das verhüllt und nicht berührbar in der Mitte des Raumes steht – aufgelöst wird dieses Rätsel erst am Ende der Ausstellung.

Der Besuch eines Cafés nach dem Ausstellungsbesuch gehört traditionell dazu. Dort verkündete Renate „des machet mir nächschtes Johr wieder, des isch oifach toll, wenn ma Kunscht erklärt kriagt“. Darauf freuen wir uns schon heute und beim nächsten Mal sind hoffentlich wieder mehr Interessierte dabei, es lohnt sich auf jeden Fall.

Programmübersicht Februar 2026

01. Februar2026 Villa Lindenhof – Museum Lebenslinien
04. Februar2026 Wandertraining 15:00 Uhr am Holzhaus
11. Februar2026 Wandertraining 15:00 Uhr am Holzhaus
12. Februar 2026 Yoga in der Natur – Winter
15. Februar 2026 Brunnen und Pferde / Wanderung und Gestütsführung
18. Februar2026 Wandertraining 15:00 Uhr am Holzhaus
22. Februar2026 Auf den Spuren der Frühlingsboten mit der Familiengruppe 3.0
25. Februar2026 Wandertraining 15:00 Uhr am Holzhaus
26. Februar2026 Fahrt ins Blaue mit der Gruppe RollaTour
28. Februar 2026 Jahreshauptversammlung

„Was ist eigentlich RollaTour“?

Nachdem im letzten Mitteilungsblatt die Termine für die Seniorenangebote in Bissingen veröffentlicht wurden und nicht jede/jeder weiß, was sich hinter dem Begriff RollaTour verbirgt, stellen wir unsere Seniorengruppe RollaTour kurz vor.

Unsere Seniorengruppe „RollaTour“ (um die 20 Mitglieder) möchte älteren Menschen, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, die vielleicht einen oder zwei Stöcke oder einen Rollator zur Unterstützung brauchen und trotzdem raus aus der Stube und in die Natur wollen, ein Angebot machen. Eine kleine Ausfahrt ins Blaue mit dem Bus, ein kurzer Spaziergang, eine Einkehr in einem Gasthaus/einem Café, eine Geschichte zum Ziel der Ausfahrt oder passend zur Jahreszeit, sollen eine Auszeit aus dem Alltag sein. Es gibt noch einige wenige freie Plätze im Bus – deshalb: beim nächsten Mal (Donnerstag, 29. Jan., 14 Uhr)  einfach anmelden, mitfahren ……und dann immer wieder dabei sein.

Die Veranstaltungen finden einmal im Monat immer donnerstags statt.

Ansprechpartnerinnen sind Gabi Goebel, Tel. 07023-6374 und Hannelore Stiefelmeyer, Tel. 07023-3164.

Kein Schatz im Goldloch, keine Edelforellen und kein Elefant weit und breit

Das Aquädukt bei Schlattstall, ein Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst, ist nicht zu übersehen. Den direkten Blick in den „Elefantentrog“ war für alle TeilnehmerInnen jedoch eine Premiere. Nicht schlecht staunte man, wie das Wasser der weißen Lauter vom Lauterursprung in Gutenberg über Sinterterrassen, ein Wehr, einen Kanal letztendlich in den „Trog“ floss. Optisch sah es sogar so aus, als ob das Wasser den Berg „hinauf fließt“. In der „Stadt ohne Sonne“ ist zwar „ein halbes Jahr Winter und ein halbes Jahr Schatten“, interessante Geschichten und Plätze erhellen den Lenninger Teilort! Geheime Gespräche nach Kriegsende über die Aufteilung des Südweststaates wurden im Gasthaus Hirsch geführt und die Schlattstaller stimmten 1971 freiwillig einer Fusion mit der Gemeinde Oberlenningen zu. Vielleicht erleichterte die Fusionsprämie von einer Million DM diese Entscheidung. Goldgräberstimmung herrschte vor 200 Jahren im Goldloch, Gold wurde keines gefunden, nur die schwarze Lauter entspringt „aus diesem Loch“. Doch nicht nur am Goldloch und an der Lauterquelle sprudelt es, mit Quellen ist das kleine Dorf reichlich gesegnet. Die einstigen Forellenteiche liegen dagegen auf dem Trockenen.

Mit dieser abwechslungsreichen Wanderung mit Highlights der besonderen Art ist man bestens in das Wanderjahr 2026 gestartet. Herzlichen Dank an unseren Guide Lothar, der wie immer die Gruppe souverän führte. Danke an Renate für die Auswahl des besonderen Zieles sowie die zeitaufwändigen Recherchen.

Weiter geht es mit der nächsten Wanderung mit Museumsbesuch in der Villa Lindenhof in Herrlingen am 01. Februar 2026.

Jahresabschluss mit der Familiengruppe 3.0 vom Schwäbischen Albverein

Bei eisigen Temperaturen aber herrlichem Sonnenschein traf sich die Familiengruppe 3.0 am Sonntag vor Silvester, um zusammen das Jahr ausklingen zu lassen.
Gewärmt von Feuerschalen, Punsch und leckeren Waffeln wurde zusammen auf das Jahr 2025, mit vielen schönen gemeinsamen Aktivitäten, zurück geblickt.
Auch dieses Jahr haben wir wieder tolle Ausflüge in und um Bissingen geplant und freuen uns über jeden, der Lust hat Teil, der Familiengruppe 3.0 zu werden.