Wanderung auf dem Klosterfelsenweg

Bei der Wanderung auf dem Klosterfelsenweg bei Sigmaringen und durch den Fürstlichen Park von Inzigkofen hatte der Wettergott ein Einsehen mit uns und die Regenbekleidung konnte im Rucksack bleiben.

Gestartet sind wir im Fürstlic!hen Park von Inzigkofen über den Amalienfelsen, von dem wir eine wunderschöne Aussicht auf die junge Donau hatten. Weiter ging es über eine Hängebrücke, vorbei am Donaustrand hinauf zur Eremitage. Auch hier wieder ein tolles Panorama.

Weiter ging es zum nächsten Highlight, hinauf zum gespaltenen Felsen, der über der Donau thront. Nach einer ausgiebigen Vesperpause wanderten wir hinab zum Zigeunerfelsen und danach entlang dem romantischen Flüsschen, der Schmeie. Dann ging es hinauf zum Aussichtspunkt gebrochen Gutenstein, genannt nach der gegenüber liegenden Ruine.

Danach passierten wir den ehemaligen Bahnhof von Inzigkofen um von dort, über unzählige Treppen, zu den beeindruckenden Grotten zu gelangen. Kaum dort angekommen, regnete es kurz und heftig, aber wir waren ja im Trockenen. Nach dem Regenguss verließen wir über die spektakuläre Teufelsbrücke den Fürstlichen Park, um uns zum Schluß noch den wunderschönen und vielfältigen Klostergarten anzuschauen.

In Zainigen haben wir, bei einem guten Abendessen, den Tag ausklingen lassen. Schee wars.

6. RollaTour

Ziel der RollaTour im Juni war Beuren, eine Gemeinde, die mit Bissingen nicht nur den ersten Buchstaben im Namen gemeinsam hat: Weitere Gemeinsamkeiten sind: rd. 3700 Einwohner, 1200 ha Gemarkungsfläche, ein Fachwerk-Rathaus, eine Kelter, einen Sternenhimmel in der Kirche, eine Orgel von Johann Victor Gruol aus dem Jahr 1839, eine -vollständige- Palmesel-Christusfigur. Dass Beuren vor allem auf Tourismus setzt, ist überall bemerkbar.  Beuren ist das Dorf mit den meisten denkmalgeschützten Häusern im alten Ortskern. Viele sind bereits liebevoll restauriert, es gibt aber auch viele, die einen sehr maroden Eindruck machen – da gibt es noch viel zu tun und viel Geld zu investieren. Besonders gefallen hat den Gästen aus Bissingen das Schwätzbänkle vor der Kirche, die bunt bemalten Geißböcke (einige trugen sogar Wanderschuhe) und dass den Kirchturm nicht nur ein, sondern zwei Wetterhähne zieren.

Nach dem Rundgang durch den Ort, bot das klimatisierte Café eine willkommene Abkühlung – und natürlich auch Torten, Kuchen und Getränke in reicher Auswahl. Und gleich nebenan gab es auch noch köstliches Eis.

Heinz Wagner hat nach der Ausfahrt in der Orts-Chronik von Bissingen recherchiert, dass der Architekt Heinrich Dolmetsch nicht nur die Renovierung der Beurener Kirche verantwortet hat, sondern auch den neugotischen Turmaufbau der Bissinger Kirche geplant hat – noch eine Gemeinsamkeit.

Vom Bissinger See ins CafeLE

Am Sonntag trafen sich um 6:00 Uhr 16 ausgeschlafene Wanderer und ein Hund am Bissinger See zur Frühwanderung mit Frühstück. Die Bedingungen waren optimal – ein paar Wölkchen am Himmel und eine angenehme Wandertemperatur. Nach dem obligatorischen Startfoto am See ging es los in Richtung Hörnle, am Ende der Heerstraße vervollständigte sich die Gruppe auf 18 Wanderer und 3 Hunde.

Auf dem Hörnle ein längerer Halt – wir genossen den Blick zu den Kaiserbergen, zum Breitenstein und zur Teck. Weiter gings im Wald Richtung Bölle, die ersten der Gruppe sahen noch zwei Füchse davonflitzen, später noch ein Reh. Unterhalb vom Bölle ging es mit schönem Panoramablick übers Lenninger Tal Richtung Sattelbogen.

Wir mussten ein paar ungeplante Klettereinheiten einbauen – Wind, Regen und Eschentriebsterben hatten dafür gesorgt, dass wir erst über zwei und kurz darauf über drei über den Weg gestürzte Eschen klettern mussten. Jeder hatte da seine eigene Technik, die Situation zu meistern. Wir bogen ab Richtung Sportgelände auf dem Bühl, oben angelangt steigerte sich das Tempo merklich – der Hunger machte sich bemerkbar und es ging nun über breite Wege ohne Hindernisse zügig abwärts nach Unterlenningen.

Im CafeLe, im ehemaligen Bahnhof von Unterlenningen, hatten Renate und Frieder ein leckeres Buffet vorbereitet. Für jeden Geschmack war etwas dabei: Käseplatte, Wurstplatte, Aufstriche, Rohkost, Obstsalat, Joghurt, Müsli, Brötchenauswahl, Schneckennudelkuchen…

Renate versorgte uns mit Informationen über die ehrenamtliche Mitarbeit im CafeLe, welches jeden Sonntagnachmittag geöffnet hat. Gut gesättigt machte sich ein Großteil der Gruppe zu Fuß auf den Heimweg, ein Teil der „Autoheimfahrer“ machte noch Klar Schiff im CafeLe. Die Wanderer nahmen nun den direkten Weg über den Sattelbogen, vorbei an zahlreichen Sandsäcken, die noch ans Hochwasser von vorletzter Woche erinnerten.

Am Sattelbogen beschlossen drei aus der Gruppe, noch spontan auf die Teck zur „Musi“ zu wandern. Wir Übrigen wanderten am Schafhaus vorbei Richtung Bissingen. Eine letzte Herausforderung war eine große Schafherde, die sich uns anschließen wollte. Wir konnten sie letztendlich doch davon überzeugen, zurückzubleiben. Kurz nach 12:00 Uhr waren wir zurück am See und stellten fest, dass man ganz schön viel vom Tag hat, wenn man ihn so früh beginnt!

Herzlichen Dank an Anne für die tolle Wegführung, Renate und Frieder für das Vorbereiten des leckeren Frühstücks und Renate Steegmaier für den kulinarischen Einkauf.

 

Schafbuckel und Burg Randeck

Viel Interessantes haben die „Stürmischen“ bei ihrem Ausflug zum Schafbuckel mit ehemaliger Burg Randeck erfahren. Dietmar Brendel erzählte voller Stolz vom berühmtesten Neidlinger – Marquard von Randeck. Eine spannende Geschichte, auch nachzulesen im Heimatbuch von Ochsenwang oder noch ausführlicher in Bernhard Niemelas Buch „Bekannt bis an die Enden der Welt“. Spannend waren auch die Ausführungen von Susanna vom Hof Ziegelhütte, die über die Arbeit auf dem Biohof Ziegelhütte erzählte. Bei leckerem Kuchen und regen Gesprächen ließ man den interessanten Nachmittag in der Maarstube ausklingen. Vielen Dank an Roselinde Mast, die diesen Ausflug organisiert und durchgeführt hat.

Yoga mal anders

Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und so konnten wir diese mal ganz andere „Wanderung“ so richtig genießen. Yoga verbunden mit Bewegung in der Natur, herrlichen Ausblicken und netten Begegnungen, mit dem Ziel Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zu jedem schönen Plätzchen, an denen wie Halt gemacht haben, hatte Anja, unsere Yogalehrerin, die passende Übung (im Yoga auch Asana) wie die Berghaltung, die Baumhaltung, Katze-Kuh in der stehenden Variante oder aber auch der „Krieger“ beim Schützenhaus mit herrlichem Ausblick auf die Teck. Auf halber Strecke gab es dann für alle noch erfrischende Giersch-Limonade, denn auch zu diesem Heilkraut konnte gleich eine Verbindung zum Yoga hergestellt werden. Alle waren von dieser besonderen Art mal Yoga zu machen ganz begeistert und konnten ganz ausgeglichen den Donnerstagabend ausklingen lassen. Ein herzliches Dankeschön an Anja, die mit uns diese tolle Yogawanderung gemacht hat.

Wandertraining: Auch wir waren am Bissinger Wasserfall!

Die Sonne lacht, was spricht also dagegen, den Bissinger Wasserfall als Ziel beim Wandertraining auszusuchen.

Reichlich Wasser floss am Wasserfall, beim Überqueren gab es leicht feuchte Füße, doch alles nicht so schlimm.

Das änderte sich schlagartig, als auf dem Rückweg ein heftiger Regenschauer uns überraschte. Schnellen Schrittes, was jedoch nicht wirklich was nützte, steuerten wir Bissingen an. Nun waren auch die letzten Wanderschuhe durchnässt. Schlamm und Dreck waren von nun an die Patina unseren Wanderschuhe. Triefend nass kamen wir zu Hause an mit der Erkenntnis, dass dieses Wandertraining eher ein Schwimmtraining war.

Schön war es trotzdem!

Noch ein Rückblick auf Kaffee und Kuchen to go am Sattelbogen

Es ist schon einige Wochen her, dass wir Wanderer, Fahrradfahrer und alle die vorbeigekommen sind, am Sattelbogen mit köstlichen Kuchen verwöhnt haben.

Einen super Auftakt waren die beiden Wandersleut, welche auf dem HW1 unterwegs waren.

Das Ü-65 Team, Winfried und Frenky, hat sich mit dem Foto noch einmal ganz herzlich für die Bewirtung und den „Empfang“ kurz vor der Burg Teck bedankt. Die beiden sind am 29. April in Donauwörth gestartet und am 11. Mai in Tuttlingen angekommen. Der Zwischenstopp am Sattelbogen war für alle ein tolles Erlebnis!

Nostalgisches, Romantisches und jede Menge Geschichte

Was relativ unspektakulär begann, die Anfahrt mit der S1 und U1 zum Südheimer Platz, änderte sich schlagartig, als man in die fast 100 Jahre alte Seilbahn einstieg. Mahagoni Sitzbänke, eine Höhendifferenz von 87 Metern in nur vier Minuten, ohne Schwitzen! Oben auf dem Waldfriedhof Degerloch war es vorbei mit der Nostalgie. Neben den vielen privaten Grabstätten ohne Einfassung, wurden wir auch an die schrecklichen Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges erinnert. Die prachtvoll blühenden Rhododendrensträucher erweckten die Gemüter und waren eine wahre Augenweide.

Nach dem Rundgang durch den Waldfriedhof begann die eigentliche Stadtwanderung. Auf Waldwegen entlang des Baches ging es durch die romantische Schwälblesklinge, die bei Kaltental in das Tal des Nesenbachs mündet. Am Nesenbach, nicht am Neckar, liegt nämlich Stuttgart! Knapp 13 Kilometer nur ist der Wasserlauf unterwegs, von seinem Quellgebiet bei Vaihingen bis zum Neckar, leider fast vollständig unterirdisch. Sogar für den neuen Tiefbahnhof musste der Nesenbach tiefergelegt werden. Düker war das Stichwort, worauf uns Ingrid G. bestens über den Bau und die Funktion aufklären konnte. In Kaltental ging es bergauf zum Heslacher Waldheim. Das Rucksackvesper wurde ausgepackt und das Geheimnis von Kaltental wurde gelüftet. „Oh Anna Scheufele aus Kaltental“ – „Mir schmeckt koi Veschber meh’, Seit i dees Mädle gseh!“ Uns dagegen hat das Vesper geschmeckt und gestärkt ging es weiter zu den Heslacher Wasserfällen. Tosende Wassermengen suchte man vergebens, wie in Bissingen auch. Ein weiteres Geheimnis wurde auf 511 Meter Höhe gelüftet. Zwischen 1953 und 1957 wurden auf der Anhöhe des Birkenkopfs über 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert, so dass der Berg um rund 40 Meter wuchs. Im Volksmund heißt der Berg daher auch Monte Scherbelino.

„Dieser Berg nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetürmt aus den Trümmern der Stadt steht den Opfern zum Gedächtnis den Lebenden zur Mahnung“.

Ein herrlicher Blick auf die Stadt Stuttgart und das gesamte Umland entschädigte auch hier für die traurige Geschichte. Nach dem Abstieg vom Monte Scherbelino ging es gemütlich mit dem Bus zum Feuersee. Das letzte Highlight war der künstlich angelegte Feuersee mit der evangelischen Johanneskirche. Leider wurde auch diese im zweiten Weltkrieg stark zerstört. Aus Kostengründen wurde der Turm zunächst nicht wieder aufgebaut. Heute macht gerade die fehlende Spitze die Johanneskirche zu etwas ganz Besonderem. Viele Stuttgarter verstehen sie als Mahnmal gegen den Krieg.

Bei dieser Stadtwanderung haben wir viel Unbekanntes entdeckt und Geschichte hautnah erlebt. Die Mahnmale gegen Krieg zeigen uns auf, dass Demokratie und Frieden keine Selbstverständlichkeit sind.

Wir waren wieder mal auf RollaTour

Das Ziel im Mai war der Wasen – nicht der Cannstatter, sondern das Naturschutzgebiet Neckarwasen bei Wendlingen. Nachdem im Jahr 1987 das Kieswerk der Firma Brauneisen eingestellt und die Betonmischanlage abgerissen wurde, blieben Baggerseen und Brachland zurück. Das gesamte Gelände wurde 1992 unter Naturschutz gestellt und bildet nun zusammen mit dem Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen ein über 45 ha großes Schutzgebiet für Vögel, Fische, Reptilien und Pflanzen. Bei einem der Seen, dem Hüttensee, steht die Fischerhütte, die das Ziel der Ausfahrt war. Nach einem mehr oder weniger langen Spaziergang entlang des hochwasserführenden Neckars, stärkten sich dort alle mit Kaffee und Kuchen, manche sogar mit einem Fischweckle.

Unterwegs waren 23 Ausflügler, mit insgesamt 13 Rollatoren und etlichen Wanderstöcken – eine kleine logistische Herausforderung, galt es doch, die Sachen geschickt zu verstauen. Unser Chauffeur Kurt hatte aber wieder alles im Griff, so dass sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen alles reibungslos verlief.

Die nächste RollaTour startet am 27. Juni wieder zu einer Fahrt ins Blaue.

Hexenhäuschen und ein idyllischer Weiher mit dem Stürmischen Herbst

Ein unbekanntes Ziel in der Uracher Gegend steuerten die „Stürmischen“ bei ihrem Maiausflug an. Die Wanderung führte vom Schützenhaus durch den Wald am Bach entlang zum Kaltentalweiher. Ein See mitten in der Natur – Idylle pur! Ebenso das kleine Hexenhäusle! Im Volksmund auch „Villa Hügel“ genannt, nach dem Erbauer des königlichen Forstmeisters Philipp Freiherr von Hügel. Außer dem Baujahr gibt es allerdings keine Parallelen zur Villa Hügel der Familie Krupp in Essen. Bereits Tradition hat der gemeinsame Abschluss, dieses Mal beim Ochsa Beck in Grabenstetten. Herzlichen Dank an Kornelia Waimer und Doris Kopp, dass ihr uns zu unbekannten Zielen in der Heimat geführt habt.