Hasen, Füchse und Taschenlampen – Nachtwanderung der Familiengruppe 2.0

Statt gemeinsam loszumarschieren, teilte sich die Familiengruppe 2.0 bei der letzten Wanderung in zwei Gruppen auf. Die „Hasen“ liefen zuerst los und hinterließen bei jeder Richtungsänderung Reflektoren. Die „Füchse“ starteten eine Viertelstunde später und nahmen mit ihren Taschenlampen die Verfolgung auf. Der spontan von der Hasengruppe festgelegte Weg führte über die Alte Dettinger Straße ein Stück den Teckberg hinauf, von dort zur Schule, am Weigertschützenhäusle vorbei wieder auf den Teckberg und dann querfeldein am Flugplatz Dettingen vorbei wieder zurück auf die Alte Dettinger Straße. Die Füchse fanden bis auf die letzten beiden Reflektoren alle Wegmarkierungen mit ihren Taschenlampen und waren den Hasen dicht auf den Fersen. Deshalb wagten sich die Hasen auch teilweise mit ausgeschalteten Taschenlampen durch die Nacht, damit es für die Füchse nicht zu einfach wurde. Zum Abschluss gab es Glühwein, Kinderpunsch und Pizza im Garten von Familie Spaeth. Das Wetter meinte es gut mit uns, dank Regenpause war es noch sehr gemütlich. Vielen Dank an die Familien Spaeth, Gall und Haigis, die gemeinsam diesen Termin geplant und organisiert haben.

Wander-ABC: T wie Trittsicherheit

Manchmal findet ihr bei unseren Wander-Ankündigungen den Hinweis, dass gutes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich sind. In dem Fall geht es in unwegsames Gelände und eine gewisse Kondition und Stabilität sind wichtig, um Unfälle zu vermeiden. Doch was bedeutet Trittsicherheit überhaupt? Wer trittsicher ist, sollte in der Lage sein, die Balance zu halten: Ihr könnt z. B. länger auf einem Bein stehen, über die Bordsteinkante balancieren oder auf Zehenspitzen laufen. Wenn das für euch kein Problem ist, seid ihr wahrscheinlich trittsicher genug, um auch auf schmalen, unebenen oder steinigen Pfaden sicher aufzutreten. Seid ihr dabei, wenn wir das nächste Mal ins Abenteuer starten?

Wander-ABC: S wie Stürmischer Herbst

Unsere Wandergruppe „Stürmischer Herbst“ in der Ortsgruppe Bissingen-Nabern trifft sich üblicherweise einmal im Monat an einem Dienstag zu gemeinsamen Ausflügen. Die Seniorinnen und Senioren zieht es dabei oft zu Zielen mit einer besonders schönen Aussicht, gern darf die Wanderung auch ein kulinarischer Höhepunkt sein. Obwohl die Wandergruppe schon seit vielen Jahren zusammen unterwegs ist, sind auch neue Gesichter immer herzlich willkommen. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm und der tollen Gemeinschaft beweisen unserer „Stürmischen“ immer wieder, wie schön, das Wandern sein kann.

Wander-ABC: R wie Rucksack

Er gehört zum Wandern einfach dazu: der Rucksack. Für das Vesper und Getränke, als Stauraum für Kleidung, das Erste Hilfe-Set und vieles mehr. Wusstet ihr, dass schon einer der ältesten uns bekannten Bergwanderer – Ötzi – eine Art Rucksack dabei hatte? An einem langen gebogenen Haselstab war ein Tragesack aus Fell oder aus Süßgras zum Transport seiner wichtigen Reiseutensilien befestigt . Bequemer sind aber wahrscheinlich unsere modernen Trecking-Rucksäcke. Sie gibt es in verschiedenen Größen, sie sind meist leicht und mit Ausstattungen wie einer Rückenbelüftung oder einem Hüfttragegurt perfekt für kleine und große Touren. Erzählt mal, welches Modell begleitet euch zum Wandern?

Wander-ABC: Q wie Quelle

Auf der Schwäbischen Alb ist Wasser ein eher rares Gut. Wie in Karstgebieten üblich, versickert auch reichlicher Regen rasch und hinterlässt nur trockene Böden. Das Wasser sammelt sich unterirdisch und hat hier im Verlauf der Zeit ein großes Höhlensystem ausgewaschen. Was für die Menschen in der Vergangenheit, bevor die Albwasserversorgung gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Trinkwasserversorgung auch auf der Albhochfläche sicherstellte, sehr mühsam war, führte auf der anderen Seite zu den landschaftlich sehr beeindruckenden Karstquellen. Die wahrscheinlich bekannteste ist der Blautopf in Blaubeuren, der Aachtopf ist die größte Karstquelle Deutschlands. Die Quellen sind definitiv eine Wanderung wert!

Rückblick: Linsen mit Spätzle oder Linsecco…

Ohne Linsen mit Spätzle, jedoch mit prickelndem Linsecco, erlebte die bunt gemischte Wandergruppe einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Sonntag Nachmittag. Nicht schlecht staunte die Gruppe, als Wanderguide Lothar den gekühlten Linsecco, ein schwäbischer Secco aus Linsenhofen, aus dem Rucksack zauberte. Doch nicht nur kulinarisch war dieser Sonntag ein Erlebnis. Interessantes und spannendes gab es zu Mammutbäumen, Jakobsweg, Weinbau, braunem Jura, Wappen und Name von Linsenhofen… Und so ganz nebenbei lernte man noch die Struktur des Albvereins-Wegenetzes mit den entsprechenden Wandermarkierungen kennen. Das Rätsel um das liegende U war gelöst!

Vielen Dank an Lothar für diese tolle Wanderung in unbekanntes Terrain. Schön war`s wieder!

 

Wander-ABC: P wie Prädikatswanderweg

Wandern ist schön. Wandern auf landschaftlich beeindruckenden und gut gepflegten und ausgeschilderten Wegen ist noch schöner. Wanderwege, die höchsten Wandergenuss-Qualitätsansprüchen genügen, werden als Prädikatswanderwege ausgezeichnet. Der Deutsche Wanderverband zertifiziert solche Wege als Qualitätsweg „wanderbares Deutschland“. Das Deutsche Wanderinstitut verleiht das „Wandersiegel Premiumweg“. Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind unter anderem die 21 „hochgehberge“ schöne Prädikatswanderwege. Ganz bei uns in der Nähe lädt der „hochgehadelt“-Weg zu einer 12,9km langen Tour. Seid ihr sie schon gelaufen?

Rückblick Weinerlebnispfad Metzingen mit dem Stürmischen Herbst

Einen schönen Nachmittag erlebten die „Stürmischen“ bei ihrem Ausflug zum Weinerlebnispfad Metzingen. Beim Spaziergang durch den Metzinger Weinberg konnte man die herrlichen Ausblicke und die Farbenpracht der Natur genießen.  Auch wenn sich die Sonne an diesem Nachmittag nicht zeigen wollte, genossen die „Stürmischen“ den Nachmittag, der im naheliegenden Naturfreundehaus entspannt ausklang.

Vielen Dank an Erika Hummel, die diesen Ausflug organisiert und durchgeführt hat.

Neue Albliege am Bleichehäusle in Bissingen: Ein Ruheplatz (nicht nur) für die ehemaligen Vorständinnen

Mit einer „Vorstandsruhebank“ am Bleichehäusle in Bissingen ehrt die Albvereins-Ortsgruppe Bissingen-Nabern ihre langgedienten Vereinsvorständinnen. Am Mittwoch beim wöchentlichen Wandertraining wurde die Albliege feierlich eingeweiht.

„Als Frau Bazle und Frau Link, die beiden neuen Vorsitzenden des Albvereins Bissingen-Nabern, angefragt hatten, ob sie am Bleichehäusle eine Vorstandsruhebank aufstellen dürften, war es mir schon gleich ein besonderes Anliegen, dass ich bei der Einweihung auch dabei bin“, betonte Bürgermeister Marcel Musolf in seiner Rede bei der Einweihungsfeier. Er unterstrich, wie vertrauensvoll und produktiv er die Zusammenarbeit mit der bisherigen Vorständin Renate Steegmaier in den vergangenen Jahren erlebt hatte, die den Verein durch viele schöne Zeiten, aber auch so manchen Sturm mit viel Tatkraft geführt hatte.

Und in der Tat ging im Frühjahr dieses Jahres, als Renate Steegmaier nach 18 Jahren als 1. Vorsitzende im Vorstand nicht mehr zur Wahl antrat, eine Periode in der Geschichte der Albvereins-Ortsgruppe Bissingen-Nabern zu Ende, die maßgeblich von ihrer Arbeit und ihren Ideen geprägt war. Mit Renate Steegmaier hatte die Ortsgruppe eine Person an der Spitze, die selbst mit anpackte, aber auch mit viel Überzeugungskraft die Kräfte im Verein mobilisierte, sei es bei der Übernahme von Ämtern und der Leitung der Wandergruppen für alle Altersgruppen, bei Aktionen wie dem Kuchenverkauf an der Kelterhocketse und am Sattelbogen oder bei der Landschaftspflege.

Dass sie dabei auf ein gutes Fundament aufbauen konnte, betonte Renate Steegmaier in ihrer Dankesrede – das gilt auch für die Beharrlichkeit, mit der bereits ihre Vorgängerin im Amt, Hannelore Stiefelmeyer, die Vereinsmitglieder zur aktiven Mitarbeit in der Ortsgruppe mit einbezog. Mit einem Augenzwinkern erzählte Renate Steegmaier: „Da hast du, Hanne, damals vor meiner Tür gestanden und hast mir gesagt, ich müsse mich jetzt zur Wahl des Vorstands aufstellen lassen, jetzt ist die nächste Generation dran. Ich müsste das ja nur für zwei Jahre machen, dann könnte sich jemand anderes wählen lassen. Und dann waren es 18 Jahre!“

Bei den Überlegungen, wie die Ortsgruppe Bissingen-Nabern der scheidenden Vorsitzenden für den langen und engagierten Einsatz angemessen danken könnten, kam die Idee auf, ihr an einem der schönsten Aussichtsplätze über Bissingen einen Platz zu widmen und – nach der Installation der Albliege anlässlich des 125jährigen Bestehens der Ortsgruppe am Weg Richtung Viehweide – am Bleichehäusle ebenfalls eine Albliege aufzustellen. Darüber, dass mit diesem Symbol auch Renate Steegmaiers Vorgängerin Hannelore Stiefelmeyer geehrt werden sollte, herrschte im Ausschuss schnell Einigkeit und die Idee der „Vorstandsruhebank“ war geboren. Hier sollte ein Platz geschaffen werden, an dem sich die ehemaligen Vorständinnen mit schöner Aussicht von ihrer langjährigen Arbeit für den Albverein ausruhen können. Plaketten mit den Namen der beiden Geehrten wurden bei der Einweihungsfeier dann auch sichtbar an der Bank angebracht.

Sowohl Renate Steegmaier als auch Hannelore Stiefelmeyer zeigten sich gerührt und dankbar über diese Ehrung und die feierliche Einweihung. Nur mit dem Begriff der Ruhe in „Vorstandsruhebank“ wollten sie sich nicht so recht anfreunden. „So ruhig sind wir doch noch lange nicht und jetzt kommt da erst die Vorstandsruhebank und dann als nächstes wohl der Vorstandsruhesarg“, lautete die nicht ganz erst gemeinte Kritik von Renate Steegmaier. Und tatsächlich sind beide Damen weiterhin im Albverein aktiv: Renate Steegmaier unterstützt ihre Nachfolgerinnen als Leiterin der Geschäftsstelle der Ortsgruppe weiterhin und ist zudem als Wander-Fachwartin im Ausschuss. Und auch auf Hannelore Stiefelmeyer ist nach wie vor Verlass, wenn der Verein um Kuchenspenden bittet. Die schöne Aussicht und „ihr“ Plätzchen auf der Vorstandsruhebank am Bleichehäusle wollen die beiden ehemaligen Vorständinnen aber dennoch so oft es geht genießen. Denn: „Wenn hier morgens die Sonne auf den Berg scheint, dann ist es einfach schön.“