Ein Zelt auf dem Rücken ermöglicht auch mehrtägige Wandertouren. Aber Vorsicht: In Baden-Württemberg ist das Campen in freier Natur, also außerhalb geschlossener Ortschaften, nicht erlaubt. Mit leichterem Gepäck seid ihr ohne Zelt unterwegs. Im Schwäbischen Albverein gibt es viele schöne Wanderheime, in denen ihr auf euren mehrtägigen Touren auch übernachten könnt. Von Bissingen und Nabern aus könnt ihr eines sehen: Die Burg Teck lohnt sich auch für eine Übernachtung, wenn man in der Nachbarschaft wohnt. Welches Wanderheim könnt ihr noch empfehlen?
Archiv des Autors: Tatjana
Wander-ABC: B wie Beschilderung
Mit dem Beschilderungskonzept des Schwäbischen Albvereins behalten Wanderinnen und Wanderer immer die Orientierung. Die Schilder findet ihr in der Regel an den Wegkreuzungen und an allen wichtigen Ausgangspunkten wie z. B. Bahnhöfen. Im Albverein sorgen über 700 ehrenamtliche Wegwarte dafür, dass die Beschilderung immer bestmöglich den richtigen Weg weisen. Mit einem roten Dreieck, dessen Spitze in Richtung Tuttlingen zeigt, ist der HW1 gekennzeichnet, der älteste Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins. Habt ihr das Schild schon um Bissingen und Nabern entdeckt?
Programmübersicht August 2022
| 03. August 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 03. bis 07. August 2022 | Deutscher Wandertag in Fellbach |
| 09. August 2022 | Wanderung in Oberböhringen mit der Gruppe Stürmischer Herbst |
| 10. August 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 13. August 2022 | Kinderferienprogramm – Kletterwald Laichingen |
| 17. August 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 24. August 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 25. August 2022 | Biodiversitätspfad in Bad Boll |
| 28. August 2022 | Es geht zur Viehweide…mit der Familiengruppe 3.0 |
| 31. August 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
Gelungener Ausflug mit dem „Stürmischen Herbst“
Pünktlich um 9:00 Uhr starteten vierundzwanzig „Stürmische“ zur ersten „Nach-Corona-Ausfahrt“ mit dem Bus in Richtung Ostalb. Die angesteuerten Ziele wie der Hohenrechberg, die Skischanzen in Degenfeld sowie das Schloss Weissenstein weckten Erinnerungen oder es wurden neue Sehenswürdigkeiten entdeckt.
Die Fahrt durch die tolle Landschaft, das sonnige Wetter, der gut gelaunte Busfahrer, das leckere Essen, viele neue Eindrücke und der Austausch unter den „Stürmischen“ trugen allesamt zum Gelingen dieses Ausfluges bei.
Herzlichen Dank an Erika Hummel für die Organisation von diesem Ausflug!
Am Dienstag, 9. August geht es mit Bernd und Inge Vogels in Richtung Oberböhringen! Wir freuen uns schon heute auf einen netten Nachmittagsausflug mit einer kleinen Wanderung.
Wandertraining ohne Sommerpause!
Wir laufen durch! Ohne Pause! Auch wenn es heiß wird!
Manchmal „versüßt“ mit einem Einkehrschwung auf der Teck oder im Biergarten!
Und sensationellem Panorama!
Wir freuen uns auf Euch!
Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr am Holzhaus/Stuberweg in Bissingen-Teck.
Bei Fragen einfach mailen: og-bissingen-nabern(at)schwaebischer-albverein.de
Wander-ABC: A wie Aussicht
…ist häufig mit Wanderungen und Ausflügen verbunden oder sogar das Ziel einer Tour. Gemeinsam lässt sich die beeindruckende Aussicht natürlich noch besser genießen. Da man eine tolle Aussicht bevorzugt von erhöhten Orten hat, kann es schon mal anstrengend werden, bis man sie erreicht. Unsere liebsten Orte mit großartiger Aussicht rund um (und auf) Bissingen und Nabern sind z. B. der Breitenstein, das Hörnle (oder gleich die Burg Teck!) und der Gipfel der Limburg.
Und wo genießt ihr die beste Aussicht?
Neuer Termin! Schiller und Marbach
Den für den 28. Juli geplanten Ausflug nach Marbach müssen wir leider verschieben!
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Neuer Termin: Donnerstag, 08. September 2022
Wir freuen uns schon heute auf einen interessanten Ausflug.
Ingrid Dochow und Renate Steegmaier
Wandertraining beim Sponsorenlauf des AKB – Wir waren auch dabei!
Programmübersicht Juli
| 06. Juli 2022 | Wandertraining im Rahmen des AKB Sponsorenlaufs in Kirchheim-Teck |
| 10. Juli 2022 | „Ohne Schuh und ohne Strümpf“ mit der Familiengruppe 2.0 |
| 12. Juli 2022 | Hohenrechberg-Degenfeld-Schloss Weißenstein mit der Gruppe „Stürmischer Herbst“ |
| 13. Juli 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 20. Juli 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
| 24. Juli 2022 | Ausflügle der neuen Familiengruppe (3.0?) |
| 27. Juli 2022 | Wandertraining 18.30 Uhr am Holzhaus |
Weltgeschichte, internationales Flair und schwäbische Köstlichkeiten oder Stuttgarter Stadtgeschichte für „Daheim Gebliebene“
Next Station, main station! Bereits in Bad Cannstatt konnten die Bissinger und Naberner Albvereinler einen kleinen Hauch von Internationalität spüren. Ob das große Banner am Sitz des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden Württemberg am Kerner Platz dies unterstreichen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Die Wandergruppe ist jedenfalls in der Hauptstadt von THE LÄND angekommen. Nicht nur in THE LÄND ist die John Cranko Schule bekannt, sie ist eine der weltweit renommierten Ballettschulen, an der staatlich geprüfte klassische TänzerInnen ausgebildet werden. Beim Blick auf das architektonische Meisterwerk, raffiniert an die Topographie angepasst, lässt sich kaum vorstellen, dass die angehenden TänzerInnen fast 50 Jahre in einem umgebauten ehemaligen Druckereigebäude ihre Sprünge bei einer Raumhöhe von nur 2.50 Meter erlernten.
Auch die vielen Stäffele sind der Topographie in Stuttgart angepasst. Auf den Spuren und auf den Stufen der Emil-Molt-Staffel bewegte sich die Gruppe in Richtung Internationale Jugendherberge. Die zahlreichen Stufen waren geschafft und das Geheimnis von Emil Molt wurde gelüftet.
Emil Molt, Direktor der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria, war der Stifter der ersten Waldorfschule weltweit. Er wollte den Kindern seiner Arbeiter eine zwölfjährige Bildung ermöglichen. Auch über 100 Jahre danach besteht die Freie Waldorfschule Uhlandshöhe noch und weitere 1100 Schulen in über 80 Ländern kamen weltweit dazu. Auch die Jugendherbergen können auf eine über 100 jährige Tradition zurückblicken. Der Ausblick von der Internationen Jugendherberge in Stuttgart ist mehr als faszinierend, der Blick auf die Großbaustelle S21 mit „seinen Bullaugen“ beeindruckend. Ein Augenschmaus anderer Art waren die über 100 Jahre alten Denkmalgeschützten Häuser in der Villenkolonie „Am Hohengeren“. War es früher dem Adel vorbehalten, auf exponierten Lagen Häuser zu errichten, so kam mit der Industrialisierung auch der Bau von Fabrikantenvillen in Höhenlage dazu. Friedrich Wilhelm Hauff, ein angesehener und sozial engagierter Fabrikant aus Stuttgart, ließ sich um ca. 1900 eine Villa am Fuße der Uhlandshöhe erbauen. Architekt Karl Hengerer schuf nicht nur eine Villa für den Fabrikanten Hauff, eine Chauffeurs Wohnung mit Garage durfte nicht fehlen. Immerhin war Hauff einer der ersten Stuttgarter, der ein Auto besaß. Wie so oft haben Fabrikantenvillen eine wechselhafte Geschichte. Nach dem Tod von Friedrich Hauff 1935 kaufte die Stadt Stuttgart das Gebäude, 1939 folgte die Beschlagnahmung durch die NSDAP, nach 1945 wurde das Haus zeitweise als Konsulat von den Amerikaner genutzt und 1953 wurde das Jugendhaus Ost installiert. Nach so vielen, international, weltlichen und schwäbischen Sehenswürdigkeiten war die 355 m hoch gelegene Uhlandshöhe der richtige Ort zum Verschnaufen, Vespern, Aussicht genießen. Das nächste Etappenziel nach der Mittagspause hieß Ostheim. Auf Grund der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstand zwischen Gablenberg, Gaisburg und Berg eine neue Siedlung. Der „Verein zum Wohle der arbeitenden Klasse“ setzte sich für Wohnungsfürsorge einer rasch wachsenden Bevölkerung ein. Auf Initiative von Eduard Pfeiffer, Bankier, Genossenschaftler und Sozialreformer entstanden 383 Häuser mit 1267 Wohnungen – die Kolonie Ostheim ist entstanden. Bis heute stehen die meisten Arbeitervillen um den Eduard-Pfeiffer Platz unter Denkmalschutz. Nicht nur der Bau neuer Arbeiterwohnungen war während der Industrialisierung bitter nötig, auch die gesundheitliche Versorgung lag im Argen. Daher gründete der „Verein für Krankenpflegerinnen“ das Karl Olga Krankenhaus, deren Bau von König Karl und Königin Olga finanziell tatkräftig unterstützt wurde. Ihre Residenz war allerdings, vorwiegend im Sommer, die 1853 erbaute Villa Berg! Auch dieses Anwesen kann eine wechselhafte Geschichte aufweisen. Viele Jahre war die Villa Berg mit ihrem Sendesaal eine begehrte Adresse. Erinnerungen der Teilnehmerinnen kamen hoch, sogar der Chor des Albvereins Bissingen-Nabern hatte wohl dort seinen großen Auftritt, wie sich eine Teilnehmerin erinnern konnte. „Auf jeden Fall war es in Stuttgart beim SDR“. Mittlerweile ist die Villa Berg in städtischem Besitz und soll künftig nach intensiven Sanierungsarbeiten ein „Haus für Musik + Mehr“ werden. Ein Haus für Schmackhaftes war das Ausflugslokal „der Buschpilot“, herrlich im Park der Villa Berg gelegen. Zum Glück mussten die Albvereinler keinen Marsch in Richtung Gaisburg machen, um den leckeren Gaisburger Marsch zu genießen. „Die Bergianer gehen nicht fremd“, die Bestätigung folgte prompt von einer Teilnehmerin, die in Stuttgart aufgewachsen ist. Unvorstellbar, dass ein Bergianer seine Runden im Leuze drehen würde. Eröffnet wurde das Kultbad bereits 1856 vom königlichen Hofgärtner Friedrich Neuner, über fünf Generationen war das Mineralbad in privater Hand, bis es 2006 von der Stadt Stuttgart übernommen wurde. Auch nach der Renovierung blieb der nostalgische Charme der 50er Jahre im Neuner erhalten. Durch den herrlichen Schlossgarten ging es zum Hauptbahnhof, wo die Stadtwanderung endete. Aufgelockert wurde die Rückfahrt durch interessante Gesprächsthemen: „Wie ist die Abstimmung über die unechte Teilortswahl im Kirchheimer Gemeinderat ausgegangen?“ Warum hängt am Bissinger See immer noch keine Tafel über die Schwimmerin Trudy Ederle“? „Ich dachte, ihr kommt aus Neidlingen“! Andreas Kenner, MDL war wie die Bissinger und Naberner Wanderfreundinnen mit der S1 in Richtung Kirchheim unterwegs.






