17 Wanderbegeisterte, eine erkleckliche Zahl an Höhenmetern, spektakuläre Ausblicke, Kultur und eine großartige Gemeinschaft sowie eine perfekte Organisation prägten eine unvergessliche Woche in den Wiener Alpen. Gemeinsam machten wir uns mit den „Öffentlichen“ auf den Weg von Bissingen bis ins wunderschöne Grünbach am Schneeberg in Niederösterreich. Eine Reise voller sportlicher Herausforderungen, Natur pur und großartiger Stimmung!
Nach fast reibungsloser Anfahrt angekommen im idyllisch gelegenen und sehr gepflegten Hotel Zur Schubertlinde in Grünbach am Schneeberg – in welchem wir mit unseren Wanderkameraden Mechthild und Wigbert aus der Rhön zusammentrafen – ließen wir den langen Tag kulinarisch ausklingen.
Erholt und gestärkt gingen wir am nächsten Morgen die erste sportliche Herausforderung an, welche uns über 843 abwechslungsreiche und anspruchsvollen Höhenmeter zur Hohen Wand (1.125 m ü. NN) führte. Erstaunlicherweise hatte die für die Mittagsrast anvisierte Wilhelm-Eichert-Hütte ein etwas anderes Verständnis, was eine Reservierung anbelangt. Zum Glück hatten wir genügend Reserven im Rucksack, sodass sodass wir uns gut gelaunt und mit vollem Geldbeutel an den Abstieg machen konnten.
Am darauffolgenden Tag ging es dann hoch hinaus! Mit der Zahnradbahn fuhren wir hinauf auf die Bergstation des Schneebergs, von der wir über 380 Höhenmeter in alpinem Gelände unter strammem Wind den Schneeberg erklommen (2.075 m ü.NN). Nachdem wir bei guter Sicht die spektakuläre Aussicht vom Gipfelkreuz genossen hatten und die obligatorischen Gipfelbilder gemacht waren, ging es dann hinüber zur geöffneten Fischerhütte. Durch den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft, während der ausgiebigen Mittagsrast wurden wir für den Vortag mehr als entschädigt.
Am vierten Tag unserer Reise wechselten wir von den körperlichen Anstrengungen zu den kulturellen. Mit den Öffentlichen fuhren wir nach Wien. Unser „Wiener Kindl“ Sylvia hatte eine Stadtführung ausgearbeitet, mit der sie uns nicht nur die „Must-see“ Sehenswürdigkeiten nahebrachte, sondern auch mit der einen oder anderen Anekdote aus ihrem Wien aufwarten konnte. Bei etwas zu strahlendem Sonnenschein blieb dann der Nachmittag zur individuellen Erkundung „seines“ Wiens. Treffpunkt zur Rückfahrt nach Grünbach war der Haupteingang des Stephansdoms (Steffl). Wie schon die Tage zuvor zeichnete sich die Gruppe durch außergewöhnliche Disziplin und Pünktlichkeit aus, sodass die pünktliche Ankunft im Hotel reibungslos klappte. Die lukullischen Genüsse, welche uns die Hotelküche bereitete, haben möglicherweise auch etwas geholfen.
Am fünften Tag ging es auf den Spuren von Sylvias Kindheit rund um Grünbach „ebba omme“. Die Hubertuskapelle, die Ruine Schrattenstein und die Johannesbachklamm waren die Highlights auf der 12km langen Tour mit insgesamt 440 Höhenmetern auf einer abwechslungsreichen Strecke. Die Mittagseinkehr bei der Klammwirtin hat uns dann endgültig davon überzeugt, dass Gastfreundschaft in der Region großgeschrieben wird. Auf dem Rückweg gab es dann noch einen Zwischenaufenthalt mit einer moussierenden flüssigen Überraschung im idyllisch gelegenen Ferienhaus von Sylvia. Irmgard, welche aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und natürlich vermisst wurde, spendierte den Sekt, damit wir auf ihr Wohl anstoßen konnten. Selbstverständlich sind wir dem Wunsch gerne nachgekommen und wünschen ihr auf diesem Weg baldige Genesung.
Die anstehende Heimreise traten wir dann nach dem Erlebten und Genossenen mit etwas Wehmut an. Nicht nur, dass wir uns von den Rhönern verabschieden mussten, auch an die Kulinarik, die Gastfreundschaft und den Service des Hotels werden wir uns noch lange erinnern. Das konnte auch der weitere Verlauf der Rückreise, welcher alles andere als einfach verlief, nicht trüben. Ein großes Lob an Sylvia, Andrée und Frieder, welchen es mit einer unnachahmlichen Souveränität gelang, trotz aller Verspätungen immer wieder eine Zugverbindung zu finden, die uns mit lediglich einer Stunde Verspätung wieder zurück nach Bissingen brachte.
Fazit: Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben! Bei der exzellenten Vorbereitung und Durchführung von Sylvia und Andrée würden wir das immer wieder tun. Einen ganz herzlichen Dank an die beiden für diese wirklich einmalig schöne und abwechslungsreiche Woche.

