Sigelshütte, Haus Bergfried und ein lauschiges Plätzchen in Erikas Garten  

Ganz nah der Heimat und doch manch Neues gab es für die 11 Teilnehmerinnen der Gruppe „Stürmischer Herbst“ bei der kleinen Wanderung zum Haus Bergfried/Sonnenheim oder „Das Haus der Schwester Rosa“. An der Sigelshütte angekommen wurde über die Anfänge der Bissinger Segelfliegerei diskutiert. Ob es über den Bau der Sigelshütte (damals noch Sigels Waldcafé) oder den Schleppseilaufzug ging, die Teilnehmerinnen fühlten sich in die 30er Jahre zurückversetzt. Weiter ging es in den Wald hinein, kurz darauf sah man bereits das „Haus der Schwester Rosa“. 1934 baute Schwester Rosa das Kurhaus Sonnenheim/Bergfried, welches mit 10 Zimmern, Aussichtsterrasse, Wasserbecken und damals schon mit Zentralheizung ausgerüstet war. Nicht nur das Kurhaus überzeugte mit fortschrittlicher Ausstattung, auch die Erholung und Genesung basierte auf einem ganzheitlichen Konzept, welches Körper, Geist und Seele des Menschen in Einklang bringen sollte. Eine vegetarische Ernährung und Kneippanwendungen trugen ebenfalls zur Genesung bei. Viele dieser Kenntnisse hat Schwester Rosa aus Amerika, wo sie zuvor jahrelang lebte, mitgebracht.

Nach dem Krieg wurde das Haus als Flüchtlingsunterkunft genutzt, in den 50er Jahren hat die Brauerei Waldhorn von Plochingen eine Wirtschaft betrieben. Mittlerweile ist das Haus aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und wird als Ferienhaus „Einssein-Bergfried“ vermietet. Zurück zu den Wurzeln. Rosa Wolfer, geborene Klein, starb 1979 im Alter von 88 Jahren.

Bei so viel interessanter Geschichte ging der Gesprächs- und Diskussionsstoff in Erikas Garten nicht aus.

Herzlichen Dank an Erika für diesen Ausflug in die Vergangenheit und ihre Gastfreundschaft im schattigen Garten.